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Junkanoo in den Bahamas

Junkanoo Parade
Junkanoo ist das größte kulturelle Ereignis in den Bahamas. Es ist eine Art Strassenkarneval, welcher jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar) stattfindet.

Obwohl der richtige Junkanoo nur zweimal im Jahr stattfindet, gibt es während des Jahres oft einen "Junkanoo rush" (eine kleine Gruppe von Junkanoo Artisten) in vielen Tourismusorten.

Im Juni gibt es auch ein Junkanoo Festival in Arawak Cay, Nassau. Jedes Wochenende im Juni gibt es live Veranstaltungen von bahamesischen Künstlern und Vorführungen im Entwerfen von Junkanoo Kostümen und Kuhglocken.

Es gibt auch eine Junkanoo Expo am Prince George Wharf in Nassau. Eine farbenfrohe Ausstellung zeigt Kostüme von der letzten Junkanoo Veranstaltung.

Der ursprüngliche Junkanoo ist die stärkste noch verbliebene afrikanische Tradition in den Bahamas. In den Zeiten der Sklaverei war die Zeit um Weihnachten die einzige freie Zeit, die die Sklaven hatten. Deshalb nutzten sie diese Zeit für ihr Junkanoo Fest.

Die Paraden sind charakterisiert durch spektakuläre Kostüme aus Krepppapier und Masken aus gefärbtem Stoff und Leder. Die Stelzentänzer, Clowns, Akrobaten und Strassentänzer werden begleitet vom mächtigen Rhythmus der Ziegenledertrommeln, Kuhglocken, Hörner, Pfeifen und Muschelschalen.

Die Junkanoo Parade wird in Gruppen aufgeführt mit schillernden Namen wie The Saxons, The Music Maker, The Valley Boys, One Family, The Roots und viele mehr. Die Gruppen werden in verschiedenen Kategorien beurteilt, z.B. für die besten Kostüme, die beste Musik und die beste Themenumsetzung.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte, die Musik, den Tanz und Kostüme des Junkanoo in den Abschnitten weiter unten auf dieser Seite.

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Geschichte des Junkanoo

Junkanoo Kostüme
Junkanoo hat seine Wurzeln von den afrikanischen Vorfahren der Bahamesen. Der historische Ursprung des Festes ist unter Historikern umstritten. Die am meisten verbreitete Version ist, dass das Wort Junkanoo vom Namen "John Canoe" stammt.

Er war ein afrikanischer Prinz im 17. Jahrhundert und lebte an der afrikanischen Goldküste. Es wird berichtet, dass er den Engländer eine militärische Niederlage beibrachte und er wurde von den Engländer und Holländer gefürchtet. Er war ein Held für die Sklaven und sie verehrten ihn. Die Sklaven, die auf die Bahamas oder andere karibische Inseln verfrachtet wurden, haben die Verehrung beibehalten.

Die Junkanoo Parade in Nassau, Bahamas ist das berühmteste Fest. Es gibt aber auch weitere Veranstaltungen mit Musik, Kostümen und Tanz auf anderen karibischen Inseln wie der Jonkonnu in Jamaika, der Jankunu in Belize oder der John Canoe in North Carolina, USA.

In der Sklavenzeit hatten die Slaven nur drei Tage frei: der 25. und 26. Dezember und der 1. Januar. Der 25. war für Weihnachten reserviert und am 26. Dezember und am 1. Januar wurde ihnen erlaubt, dass Junkanoo Fest zu feiern.

In Jahre 1920 kommerzialisierte das Bahamas Development Board den Junkanoo als ein Parade auf der Bay Street in Nassau. Es wurden Preise ausgesetzt und als Folge wurde die Veranstaltung kompetitiver. Junkanoo entwickelte sich schließlich in die Haupttouristenattraktion auf den Bahamas.


In den 50er Jahren, wurde die Parade organisierter, es bildeten sich Junkanoo Gruppen und es wurden verschiedene Kategorien eingeführt, in denen Preise gewonnen werden konnten. In den 60er Jahren wurden die noch heute bestimmenden Gruppen gebildet wie die "Valley Boys", "Saxons Superstars", "One Family" und "Music Makers". Zusätzlich zu den Hauptgruppen, gibt es viele kleinere Gruppen, die zwar kaum Chancen haben Preise zu gewinnen, die aber dennoch begeistert mitmachen und die Parade bereichern.


Junkanoo Musik

Junkanoo Musik
Die Junkanoo Musik ist eher primitiv aber der Rhythmus ist sehr ansteckend. Die Blasinstrumente werden in den Bahamas hergestellt und bestehen aus Trommeln, Kuhglocken, Hörnern, Pfeifen und Blechblasinstrumenten.

Die Trommel wird aus einem leeren Ölfass aus Metall gefertigt. Eine Schafs- oder Ziegenhaut wird über das offene Ende der Trommel gespannt. Die Trommel wird unter dem Arm getragen und von einem Riemen über der Schulter gehalten. Sie wird mit den bloßen Händen geschlagen.

Weitere Instrumente sind die lärmenden, klappernden, kleinen Kuhglocken. Es werden immer ein Paar in der Hand gehalten und gegeneinander geschlagen.

Die Hörner sind ein weiterer fester Bestandteil der Junkanoo Musik. Es werden hauptsächlich vier Arten von Hörnern verwendet: das Nebelhorn, die Fahrradklingel, das Signalhorn und die traditionelle Muschelschale.

Im Jahre 1976 wurde das Blechblasinstrument eingeführt, das seither ein fester Bestandteil jeder Junkanoo Gruppe ist und sehr gut mit Trommel, Kuhglocken, Hörner und Pfeifen harmoniert.


Junkanoo Tanz

Junkanoo Tanz
Der Tanz ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Junkanoo Parade. In den frühen Tagen des Junkanoo war der Tanz sehr frei gestaltet, wobei jeder Teilnehmer tanzte wie es ihm gefiel.

In den 50er Jahren wurde eine neue Ära des Junkanoo Tanzes eingeleitet. Es wurde der "Shuffle" Tanz entwickelt und später die Variante "Vola Shuffle". Dieser Tanz ist auch heute noch der am meisten praktizierte Junkanoo Tanz.

Seit den 80er Jahren wurde die Tanzcheographie fachmännischer. Kompetente Tanzagenturen wurden angestellt, um die Schritte und Tanzabläufe für die Parade einzustudieren.


Junkanoo Kostüme

Junkanoo Themen
In den frühen Junkanoo Tagen machten die Sklaven in den Bahamas ihre Kostüme aus allen möglichen Materialien, die sie finden konnten wie Buschwerk, Blätter, Steine, Flaschen und Papier. Die meisten Kostüme waren ein Abbild von Neptune und Amphritite, welche Symbole für John Canoe waren.

In den 30er Jahren wurden Kostüme aus Schwämmen eingeführt und in den 50er Jahren wurden die Kostüme aus Kleiderfetzen und gefransten Toilettenpapier gemacht. Erst in den 60er Jahren wurden Kostüme aus Karton und gefranstem Krepppapier populär.

Heutzutage werden die Junkanoo Kostüme aus Pappkarton, Krepppapier, Aluminiumgestänge, Bindedraht, Gips und viel Klebstoff hergestellt.

Der erste Schritt bei der Herstellung eines Kostüms ist die Konstruktion eines Rahmens aus einem Aluminiumgestänge. Das Kostümdesign wird per Hand auf einen Karton gezeichnet und ausgeschnitten. Der Draht wird durch die Riefen des Kartons gezogen, um die Form eines Kostüms zu erhalten.

Gips wird auf die Kartonteile gestrichen, um sie zusammen zu halten. Die Pappkartonteile werden auf den Rahmen mittels Bindedraht fest gemacht und weiß angemalt.

Der nächste Schritt kostet am meisten Zeit. Dabei wird das farbenfrohe Krepppapier am Kostüm mit Klebstoff festgeklebt. Seit kurzem wird Styropor anstatt Karton benutzt. Den letzten Schliff erhalten die Kostüme durch das Ankleben von funkelnden Steinen und Knöpfen, sowie dekorativen Glasperlen.


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